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  • Cas Roman

Ein Buch übersetzen (lassen)

Aktualisiert: 12. Apr.

Um ein Buch auf dem englischen Markt zu platzieren, muss es zuerst übersetzt werden. Wie bin ich also vorgegangen?


Ein Buch übersetzen lassen. Mein Weg auf den englischen Buchmarkt

Bevor ich hier ins Detail gehe, möchte ich vorausschicken, dass ich diesen im folgenden beschriebenen Weg nur gewählt habe, weil mein Englisch sehr gut ist. Zudem hat die ganze Sache als reiner Versuch begonnen. Niemals hätte ich gedacht, dass es in meinem Fall so gut funktionieren würde.


Gut, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, bin ich nicht den "üblichen" Weg gegangen. Ich habe nicht mit einem menschlichen Übersetzer gearbeitet, sondern kurzerhand mal ein paar Kapitel durch Deepl geschickt.


"Seht davon ab, euer Buch durch Deepl oder Google Translate übersetzen zu lassen."

Diesen Satz habe ich unzählige Male gehört. So oft! Immer und immer wieder.


Tja, ich hab's trotzdem getan – und verdrehe noch immer die Augen über dieses ideologische Denkmuster. Meine Devise lautet nämlich …


Heiße die neue Technologie willkommen – sie wird so schnell nicht wieder verschwinden.

Aber das ist ein Thema für einen anderen Blog-Beitrag.


Ich habe mich für Deepl entschieden. Warum?

Weil ich mir hab sagen lassen, dass Deepl zu den besten Übersetzungsprogrammen gehört. Also habe ich Deepl einfach mal eine Chance gegeben. Wie gesagt: Das war am Anfang alles nur mal ein Test. Mehr nicht. Ich wollte sehen, was Deepl kann. Nicht zu vergessen, dass menschliche Übersetzer was kosten.


Nun gut, ich habe also mein Manuskript durch Deepl gejagt und der hat mir eine englische Variante ausgespuckt. Ich verwende hier bewusst den Begriff "Variante", denn das war es. Nicht mehr und nicht weniger. Denn die richtige Arbeit kam erst.


Ich habe die Geschichte noch einmal durchgelesen. Dabei habe ich ALLES markiert, das mir auch nur irgendwie suspekt vorkam. So sahen ALLE Seiten aus.


Ein Buch übersetzen lassen. Mein Weg auf den englischen Buchmarkt

Anführungszeichen, Apostroph und Gedankenstriche waren durchgehend falsch. Sprichwörter wurden wortwörtlich vom Deutschen ins Englische übersetzt. Satzstellungen wurden nicht komplett angepasst. Obwohl ich bei Deepl amerik. Englisch ausgewählt hatte, hatten sich zahlreiche britische Wörter in den Text hineingestohlen, wie z.B. flat mate anstatt roommate, oder dustbin anstelle von trash can. Und so weiter …


Übersetzt man ein Buch ins Englische, richtet man sich nach dem amerikanischen Englisch.

Jede Seite habe ich übergearbeitet. Habe mit Google, Google Translate und Deepl mein Englisch verbessert und die Fehler behoben. Aber selbst ich weiß, wo meine Grenzen liegen, und dass IMMER in die Muttersprache übersetzt wird und nicht andersrum … wie ich es gerade getan habe.


Darum war klar: Ich benötige Hilfe.

Ein Buch übersetzen zu lassen, ist eine Sache, niemals würde ich es aber so veröffentlichen. Für den Feinschliff muss schon ein Profi ran!


Wie ich zu einer amerikanischen Lektorin gekommen bin, erzähle ich dir im nächsten Beitrag.


Es bleibt also spannend.




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